Psychologisches Belohnungssystem: Kinder motivieren, Hausaufgaben zu machen!
Hausaufgaben – für viele Kinder und Eltern eine Herausforderung. Die Kunst liegt darin, nicht nur den Lernstoff zu bewältigen, sondern auch eine gesunde Einstellung zur Schule und zum Lernen zu fördern. In diesem Blogbeitrag tauchen wir in die psychologischen Aspekte ein, wie wir Kinder dazu bringen können, ihre Hausaufgaben zu erledigen, und wie ein Belohnungssystem wahre Wunder bewirken kann.
Am 4. September 2023 ist der erste Schultag meines Sohnes. Ich weiß nicht, wer von uns beiden mehr nervös ist, hahaa. Schulrucksack, Federpennal, Turnbeutel... alles liegt schon seit Wochen bereit und auch die Kleinigkeiten wie Lineal, Wasserfarben und Ölkreide sind gemäß der Schulliste schon besorgt.
Doch wie wird das mit den Hausaufgaben funktionieren? Als Mutter mache ich mir jetzt schon Gedanken darüber, wie und wann wir diese täglich erledigen werden. Doch noch viel wichtiger ist die Frage, wie ich mein Kind jeden Tag nach 4–5 konzentrationsintensiven Schulstunden am Vormittag auch noch am Nachmittag dazu bringe, sich hinzusetzen und es für Lesen, Schreiben und Rechnen zu begeistern?
Grundsätzlich gilt, dass Kinder von Natur aus neugierig und lernwillig sind. Wir müssen also nur die Motivation aufrechterhalten und eine positive Einstellung zur Schule und zum Lernen fördern. Dies kann folgendermaßen gelingen:
Die Psychologie der Motivation
1. Klare Erwartungen setzen:
Kinder benötigen klare Richtlinien. Setze klare Erwartungen hinsichtlich der Hausaufgaben und bestehe darauf, dass sie erledigt werden müssen, aber lasse auch Raum für Eigenverantwortung.
2. Freiwillige Selbstverpflichtung:
Gib deinem Kind das Gefühl von Kontrolle. Bitte es, sich selbst eine feste Zeit für die Hausaufgaben auszusuchen. Das fördert ein Gefühl der Autonomie.
3. Ziele und Erfolge:
Brich die Hausaufgaben in kleinere Ziele herunter. Ein abgeschlossenes Ziel führt zu einem Gefühl der Erfüllung und motiviert für die nächsten Aufgaben.
Die intrinsische Motivation mit solch kleinen Tricks zu steigern ist großartig. Ich bin jedoch auch ein großer Fan von kleinen extrinsischen Belohnungen nach der erfolgreichen Erledigung einer Aufgabe.
So ein Belohnungssystem kann wahre Wunder wirken – SOLANGE ES NICHT AUF MATERIELLEN DINGEN BASIERT!!!
Es müssen nicht immer Spielsachen sein und bitte schon gar nicht irgendwelche Süßigkeiten! Wir wollen unseren Kindern nicht beibringen, dass Naschen oder Essen eine Belohnung ist!!!
Warum unsere Kinder nicht mit dem belohnen, was sie sich am meisten wünschen?!
QUALITY TIME!
Kinder sehnen sich oft nach Aufmerksamkeit und gemeinsamer Zeit mit ihren Eltern. Es sollte jedoch eine Zeit ungeteilter Aufmerksamkeit sein ... eine Zeit ohne Ablenkungen, ohne diverse Tätigkeiten nebenbei, wie Kochen, Putzen und Geschirrspüler ausräumen, und auch ohne sämtliche Technologien... weg mit dem Handy!
Nur du und dein Kind!
Das verstärkt die Qualität des Moments und sorgt dafür, dass sich dein Kind gehört und gesehen fühlt. Und genau das wünscht sich dein Kind am allermeisten!!!
Praktische Umsetzung
1. Kommunikation:
Besprich das Belohnungssystem offen mit deinem Kind. Lass es Vorschläge machen und seine Meinung einbringen. Es könnte ein gemeinsames Basteln, Spielen, Kochen oder einfach nur ein Spaziergang sein. Das stärkt noch dazu eure Bindung!
2. Struktur:
Schaffe eine angenehme Arbeitsumgebung. Ein aufgeräumter und ruhiger Raum fördert die Konzentration und Motivation.
3. Gemeinsame Planung:
Setzt euch gemeinsam hin und erstellt einen Hausaufgabenplan. Das gibt Struktur und hilft, Überforderung zu vermeiden.
4. Geduld und Flexibilität:
Nicht jeder Tag wird gleich verlaufen. Sei geduldig und achte auf die Bedürfnisse deines Kindes.
Nimm dir Zeit für dein Kind, lass das Abenteuer des Lernens gemeinsam beginnen und belohne es nach erfolgreicher Erledigung mit dem, was es sich am meisten wünscht!
Viel Motivation und Erfolg bei der Umsetzung,
deine Martina von LIONHERZ