Kinderzimmer

Kinderzimmer gestalten – worauf kommt es wirklich an?

Martina Süss, B.Sc.
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Kinderzimmer gestalten – worauf kommt es wirklich an? Kinderzimmer gestalten – worauf kommt es wirklich an?

Wenn wir an ein schönes Kinderzimmer denken, haben wir wahrscheinlich alle sofort irgendwelche Pinterest-Bilder im Kopf. Hübsche Möbel, schöne Farben, süße Dekoration und natürlich jede Menge Spielsachen. Aber ist ein schönes Kinderzimmer automatisch auch ein gutes Kinderzimmer für unser Kind?

Ich finde nicht!

Denn für mich ist ein Kinderzimmer so viel mehr als nur ein hübsch eingerichteter Raum oder der Platz, an dem abends geschlafen wird. Es ist Spielplatz, Abenteuerwelt, Kreativwerkstatt und Rückzugsort in einem. Hier wird gespielt, getobt, gebaut, gelesen, gekuschelt, manchmal geweint und vermutlich auch das ein oder andere Chaos angerichtet, hahaa.

Und genau deshalb finde ich, dass wir ein Kinderzimmer nicht nur danach einrichten sollten, was UNS gefällt, sondern vor allem danach, was unser Kind darin braucht.

Aber worauf kommt es dabei eigentlich an?

1. Weniger ist manchmal wirklich mehr

Ich weiß... leichter gesagt als getan! Gefühlt vermehren sich Spielsachen von Kindern nämlich über Nacht von selbst ;)

Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass ein Kinderzimmer nicht bis oben hin mit Spielsachen gefüllt sein muss, damit sich ein Kind darin gerne beschäftigt. Ganz im Gegenteil: Zu viele Dinge auf einmal können schnell überfordern und dazu führen, dass das Kind von einem Spielzeug zum nächsten wechselt, ohne sich wirklich länger mit etwas zu beschäftigen.

Auch der Montessori-Ansatz verfolgt den Gedanken einer vorbereiteten, übersichtlichen Umgebung, in der ausgewählte Materialien für das Kind selbstständig erreichbar sind.

Es müssen also nicht fünf überfüllte Spielzeugkisten sein. Wenige ausgewählte Spielsachen, Bücher und Materialien, die dein Kind selbst erreichen kann, reichen vollkommen aus.

Ein kleiner Trick, den ich besonders praktisch finde: Spielzeug rotieren!

Ein Teil der Spielsachen darf ruhig für einige Wochen in einem Schrank oder einer Kiste verschwinden. Wenn du sie später wieder hervorholst, sind sie plötzlich wieder spannend und werden manchmal tatsächlich betrachtet, als wären sie gerade erst neu eingezogen ;)

2. Ein eigener kleiner Rückzugsort

Dieser Punkt liegt mir natürlich ganz besonders am Herzen!

Kinder brauchen meiner Meinung nach einen Platz, der irgendwie nur ihnen gehört. Einen Ort, an den sie sich zurückziehen, ihrer Fantasie freien Lauf lassen oder einfach einmal für sich sein können.

Und genau dafür finde ich Spielzelte und Tipis so wunderbar.

So ein Zelt ist für ein Kind nämlich nicht einfach nur ein Stück Stoff mitten im Kinderzimmer. Heute ist es vielleicht eine Räuberhöhle, morgen ein Schloss, übermorgen eine Tierarztpraxis und am nächsten Tag wird es mit Kissen, Decke und Lieblingsbuch zum gemütlichen Rückzugsort.

Genau deshalb haben wir bei LIONHERZ sowohl unsere runden Spielzelte als auch unsere Tipis möglichst natürlich und gemütlich gestaltet. Unsere Tipis bestehen aus reiner Baumwolle und auch bei unseren Spielzelten setzen wir auf natürliche Materialien wie Baumwolle und Hanf.

Mir gefällt dabei vor allem der Gedanke, dass ein einziger kleiner Bereich im Kinderzimmer so viele unterschiedliche Funktionen übernehmen kann.

Und manchmal möchten Kinder darin überhaupt nichts spielen. Manchmal möchten sie einfach nur ihre Ruhe haben.

Und auch das darf sein!

3. Naturmaterialien – weil Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen entdecken

Holz, Baumwolle, Leinen und andere natürliche Materialien haben für mich im Kinderzimmer einen ganz besonderen Stellenwert.

Nicht nur, weil ich persönlich finde, dass sie wunderschön aussehen. Kinder entdecken ihre Umwelt schließlich nicht nur mit den Augen. Sie greifen Dinge an, fühlen Oberflächen, sitzen darauf, liegen darauf und verbringen viele Stunden damit.

Ein Stück Holz fühlt sich anders an als Kunststoff. Baumwolle fühlt sich anders an als ein rein synthetischer Stoff.

Ich würde deshalb gerade bei Dingen, mit denen dein Kind täglich und intensiv in Kontakt kommt, auf hochwertige und möglichst natürliche Materialien achten.

Das bedeutet natürlich nicht, dass plötzlich jedes Plastikspielzeug aus dem Kinderzimmer verschwinden muss! Darum geht es überhaupt nicht. Aber wenn du beispielsweise neue Möbel, Textilien oder größere Spielgeräte anschaffst, lohnt es sich meiner Meinung nach, einen genaueren Blick auf die verwendeten Materialien zu werfen.

4. Kinder müssen sich bewegen dürfen

Kinder bewegen sich. Das ist quasi ihr Job ;)

Sie klettern, krabbeln, springen, rollen über den Boden und schaffen es irgendwie, aus einem völlig unspektakulären Möbelstück einen Hindernisparcours zu machen.

Anstatt ständig zu versuchen, diesen Bewegungsdrang zu bremsen, finde ich es viel sinnvoller, dafür geeignete Möglichkeiten zu schaffen.

Das können beispielsweise Kletterrahmen und andere Spielmöbel aus Holz sein, aber auch ein Spieltunnel kann plötzlich zur Rennstrecke, Höhle oder zum Mittelpunkt eines selbst erfundenen Parcours werden.

Wichtig finde ich deshalb auch, das Kinderzimmer nicht komplett mit Möbeln vollzustellen.

Ein Kind braucht Platz!

Als grobe Orientierung kannst du versuchen, ungefähr ein Drittel des Kinderzimmers als freie Spielfläche zu erhalten. Natürlich ist jedes Zimmer anders und gerade in kleineren Räumen wird das nicht immer möglich sein. Aber manchmal bewirkt schon das Umstellen eines Möbelstücks erstaunlich viel.

5. Das Kinderzimmer darf mitwachsen

Kinder entwickeln sich unglaublich schnell. Was heute heiß geliebt wird, kann in einem Jahr schon völlig uninteressant sein.

Deshalb bin ich ein großer Fan von Dingen, die nicht nur für eine ganz kurze Entwicklungsphase gedacht sind.

Ein gutes Beispiel dafür sind mitwachsende Möbel oder Produkte, die auf unterschiedliche Weise verwendet werden können. Ein Kindersessel, der später auch als Liege genutzt werden kann, eine Sitzgruppe, deren Höhe sich anpassen lässt, oder ein modularer Kletterrahmen, der immer wieder anders bespielt werden kann.

Das spart nicht nur Geld und Ressourcen, sondern sorgt auch dafür, dass vertraute Möbel und Spielsachen dein Kind über einen längeren Zeitraum begleiten können.

Und ich finde, genau das ist eigentlich viel schöner, als ständig etwas Neues kaufen zu müssen.

Was braucht ein gutes Kinderzimmer also wirklich?

Ich glaube, wir Eltern machen uns manchmal viel zu viele Gedanken darüber, ob ein Kinderzimmer perfekt aussieht.

Dabei braucht ein Kind kein perfekt durchgestyltes Pinterest-Kinderzimmer und schon gar keine Unmengen an teuren Spielsachen.

Es braucht einen Raum, in dem es Kind sein darf.

Einen Raum mit Platz zum Spielen und Bewegen. Mit Dingen, die seine Fantasie anregen, anstatt alles vorzugeben. Mit natürlichen Materialien, die sich gut anfühlen. Und mit einem kleinen gemütlichen Ort, an den es sich zurückziehen kann, wenn die Welt gerade ein bisschen zu laut geworden ist.

Wenn wir all das berücksichtigen, entsteht meiner Meinung nach etwas viel Wertvolleres als nur ein schönes Kinderzimmer:

Es entsteht ein Raum, in dem sich unser Kind wohlfühlen, ausprobieren, entwickeln und einfach es selbst sein darf. <3

Wenn du gerade dabei bist, das Kinderzimmer deines kleinen Lieblings einzurichten oder neu zu gestalten, findest du bei LIONHERZ verschiedene Produkte, die genau nach diesen Gedanken ausgewählt bzw. entwickelt wurden – von Spielzelten, Spielhäuser und Tipis über Spieltunnel und Kletterrahmen bis hin zu mitwachsenden Kindermöbeln.

Aber ganz egal, wofür du dich entscheidest: Richte das Kinderzimmer nicht für andere ein, sondern für den kleinen Menschen, der darin jeden Tag seine ganz eigene Welt erschafft. :)

In diesem Sinne wünsche ich dir und deinem kleinen Lieblings ganz viel Freude beim Spielen, Toben, Kuscheln und gemeinsamen Entdecken!

Alles Liebe,
deine Martina von LIONHERZ <3